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Weniger Lohn, noch weniger Rente

Reform der Altersbezüge in Frankreich bringt vor allem Frauen Verluste

  • Von Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Abstimmung über die umstrittenen Rentenpläne von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy ist auf nächsten Mittwoch verschoben worden, um mehr Zeit für die 830 Änderungsanträge der Opposition zu haben. Darunter sind auch Nachbesserungen für Frauen, die zu den größten Verliererinnen dieser Reform gehören.

»Das durch die Reform modifizierte Rentenrecht begünstigt Berufskarrieren, die langjährig, gradlinig und aufsteigend sind«, sagt selbst die Abgeordnete der Regierungspartei UMP, Marie-Jo Zimmermann. »Doch Frauen haben meist eine kürzere und durch kleine Kinder unterbrochene Laufbahn, in verschiedenen, oft prekären Jobs und sie müssen sich überdurchschnittlich oft mit Teilzeitarbeit zufrieden geben. Das schmälert erheblich ihre Rentenansprüche.« Kritik kommt auch von Gewerkschaften und Antidiskriminierungsbehörden. Statistiken zufolge können 86 Prozent der Männer eine für eine ungekürzte Rente erforderliche »komplette« Karriere vorweisen, aber nur 44 Prozent der Frauen. Daher gehen diese im Schnitt mit 61,5 Jahren in Rente, während es bei Männern 60,1 Jahre sind. Die Ungleichheit zeigt sich vor allem in der Höhe der Bezüge. Bei Männern s...


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