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Nichtraucher Helmut Schmidt

Mit Rollkragenpulli, Schal und Mütze finden sich in diesen Herbsttagen die Abgeordneten der Linkspartei in ihren frisch renovierten Büros unterm Dach des Abgeordnetenhauses wieder. Die neue Technik, die nach dem Prinzip der intelligenten Verknüpfung funktioniert, macht, was sie will: Fenster öffnen sich von selbst, die Temperatur in den Büroräumen sinkt schnell mal auf 15 Grad. Ob es sich um die späte Rache Thilo Sarrazins an der LINKEN handelt, ist nicht bekannt. Zuzutrauen wäre es dem notorischen Provokateur allemal, hatte er doch bereits vor einigen Jahren empfohlen, statt die Heizung aufzudrehen einfach mal einen Pullover mehr anzuziehen.

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Ein Pullover mehr dürfte gegen den Lärm, Staub und Krach einer möglichen Verlängerung der Autobahn 100 wenig helfen. Wie drastisch die Auswirkungen sind, machte die LINKE-Bundesvorsitzende Gesine Lötzsch am Beispiel ihres eigenen Schlafzimmers deutlich, durch das die Betontrasse sinnbildlich einmal verlaufen könnte. »Auch durch das Schlafzimmer des Lichtenberger Wirtschaftsstadtrats der LINKEN Andreas Prüfer«, erläuterte Lötzsch am Mittwochabend auf einer gut besuchten Informationsveranstaltung zur A 100 in Lichtenberg. »Gesine, zwei Schlafzimmer«, raunte jemand aus dem ziemlich amüsierten Publikum zurück. Lötzsch und Prüfer wohnen zwar im selben Haus, es handelt sich aber um zwei Schlafzimmer, »damit keine Gerüchte aufkommen«, wie Lötzsch schnell klarstellte.

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Dass Johannes Spatz das noch erleben durfte, hätte er nicht gedacht. Seit Jahren kämpft Spatz an vorderster Front gegen den Raucherqualm in Berlin. Neuerdings mit einer Volksinitiative »Frische Luft«, für die in dieser Woche die 1000. Unterschrift einging. Darunter eine Unterschrift eines älteren Herren, der ein bisschen in die Jahre gekommen ist: Helmut Schmidt. Es handelte sich allerdings nicht um den kettenrauchenden Altbundeskanzler, sondern um seinen Berliner Namensvetter, der die Sache der Nichtraucher unterstützt.

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