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Regierung soll Hochtief retten

Essen/Madrid (dpa/ND). Die geplante Übernahme von Hochtief durch den spanischen Baukonzern ACS sorgt in Deutschland für Alarmstimmung. Während ACS ausreichend Kapital für den Angriff einsammeln will, sucht der Essener Konzern nach Wegen, sich gegen die Übernahme zu stemmen. Einem Bericht des Nachrichtenmagazins »Der Spiegel« zufolge traf Hochtief-Vorstandschef Herbert Lütkestratkötter zweimal zu Gesprächen mit dem Wirtschaftsberater der Regierung zusammen.

IG-Bau-Chef Klaus Wiesehügel verlangte staatliche Hilfe für Hochtief. »Die Kanzlerin hat viel zu lange tatenlos zugesehen und Brüderle das Feld überlassen. Jetzt muss sie den Essenern bei ihrem Abwehrkampf schnell helfen«, forderte er in der »Bild am Sonntag«. Habe ACS erst das Sagen, seien die Arbeitsplätze weg und Know-how gehe verloren. Merkel hatte am Freitag vor einer Zerschlagung von Deutschlands größtem Baukonzern gewarnt. Konkrete Maßnahmen hat die Bundesregierung aber nicht ergriffen. Unterdessen mehrten sich am Wochenende Forderungen nach einer Änderung des deutschen Übernahmerechts. Dies ist aber umstritten, zumal es für Hochtief zu spät kommen könnte. Die nordrhein-westfälische Landesregierung unter Führung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) prüft eine entsprechende Bundesratsinitiative.

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