Kohleförderung am Scheitelpunkt

Südafrikas Regierung präsentierte Plan zur Neuausrichtung der Energieversorgung

  • Von Armin Osmanovic, Johannesburg
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Südafrikas Regierung möchte angesichts knapper werdender Ressourcen die Abhängigkeit der Energieversorgung von der Kohle verringern.

Vor zwei Jahren gingen in Südafrika wegen Strommangel häufig die Lichter aus. Minen und Fabriken mussten teilweise ihre Arbeit einstellen. Die Stromlieferung konnte mit dem hohen Wirtschaftswachstum, das zu einem steigenden Energieverbrauch von Unternehmen und privaten Haushalten geführt hatte, nicht Schritt halten. Ab 2011 sind wieder Engpässe wegen mangelnden Investitionen in neue Kraftwerke und Leitungen zu befürchten.

Südafrikas Regierung sucht deshalb dringend nach Auswegen aus der erneut drohenden Energiekrise und hat deshalb einen neuen Plan zur Energienutzung erarbeitet. Im Frühjahr hatte es in Südafrika heftige Diskussionen gegeben, da das staatliche Energieunternehmen ESKOM, das 95 Prozent des Stroms im Land liefert, einen Kredit der Weltbank in Höhe von 2,7 Milliarden Euro vor allem für den Bau eines Kohlekraftwerkes erhielt. Jetzt sollen nach dem Willen der Regierung auch die erneuerbaren Energien eine wachsende Rolle spiele...


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