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Lieber beliebig als grün-tiefrot

Andreas Fritsche wäre für einen ehrlichen Wahlkampf

Dass der Sieger der Berliner Abgeordnetenhauswahl im kommenden Jahr mit allen demokratischen Parteien spricht, daran wäre an sich nichts auszusetzen. Dass die Grünen als durchaus möglicher Gewinner sich jedoch die Option offen halten wollen, eine Koalition mit der CDU zu bilden – was soll das heißen? Ist es die übliche taktische Spielerei? Das wäre gerade noch zu ertragen. Oder ist es nicht vielleicht die bei den Grünen leider immer öfter und immer deutlicher zu beobachtende Beliebigkeit?

Es ist gerade mal ein Jahrzehnt her, da beteiligten sie sich daran, die Hauptstadt-CDU angesichts eines Bankenskandals aus dem Senat zu drängen. Jetzt einen Wahlkampf führen zu wollen, der die CDU als Koalitionspartner nicht »unmöglich mache«, das ist ein schlechter Witz. Angeblich geht es den Grünen zuerst um ihre politischen Inhalte. Doch wäre es wirklich so, dann würde sich ein Bündnis mit den Konservativen verbieten. Kernthema der Grünen ist ja immerhin nach wie vor die Umweltpolitik. Am meisten könnten sie da ganz klar gemeinsam mit der LINKEN durchsetzen.

Nur ein Beispiel: Der umstrittene Weiterbau der Stadtautobahn A 100. Wollen die Grünen das verhindern, bleiben ihnen als Partner eigentlich nur die Sozialisten. Das könnten sie im Wahlkampf auch ruhig mal öffentlich sagen, wenn ihnen die Inhalte denn wirklich so wichtig sind.

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