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Cottbus beißt sich oben fest

Lausitzer besiegen den SC Paderborn im eigenen Stadion mit 3:1

  • Von Matthias Koch, Cottbus
  • Lesedauer: 2 Min.

Einige Spieler von Energie Cottbus schlugen Purzelbäume vor den Fans auf der Nordwand, Verteidiger Uwe Hünemeier trug stolz seine knapp neun Monate alte Tochter Lotta auf dem Rasen umher. Kein Wunder: Durch einen 3:1-Erfolg gegen den SC Paderborn konnten sich die Lausitzer auf den vierten Rang in der 2. Bundesliga verbessern. »Ich glaube, dass am Saisonende hinter Hertha BSC eine Mannschaft auf Platz zwei steht, die es noch nicht weiß. Energie Cottbus kann dazu zählen«, sagte der Cottbuser Trainer Claus-Dieter Wollitz.

»Wir sind mit Abstand die torgefährlichste Mannschaft. Wir haben nichts zu verlieren«, sagte Wollitz. »Wir bleiben bescheiden, wollen aber attraktiv nach vorn spielen.« Das taten die Cottbuser von Beginn an. Bereits nach 23 Sekunden lag der Ball im Netz der Gäste. Daniel Adlung hatte vor 10 085 Zuschauern blitzschnell mit dem Kopf eingenickt. Entsprechend frustriert erklärte André Schubert, der Trainer des Vorjahresfünften, wie es ist, sechs Stunden mit dem Bus anzureisen und nach nicht mal einer Minute hinten zu liegen. Schubert: »Ich habe meiner Mannschaft gesagt, dass man in Cottbus aufs Feld geht und dass dann gleich der Baum brennt. Es war schwierig, zurückzukommen.«

Die Gäste, im vierten Auswärtsspiel der Saison zum vierten Mal erfolglos, taten es dennoch. Florian Mohr, Jens Wemmer und Enis Alushi hätte noch in der Anfangsphase der Ausgleich gelingen können. Doch mit viel Dusel rettete Energie den Vorsprung in die Pause. »So ein frühes Tor sollte uns eigentlich Sicherheit geben. Aber wir sind dann erst mal mit uns zufrieden«, monierte Wollitz.

Nach der Pause stand Uwe Hünemeier im Mittelpunkt bei den Cottbusern, die im Vergleich zur 2:3-Niederlage beim FSV Frankfurt mit Roger und Jules Reimerink anstelle von Marco Kurth und dem verletzten Rok Kronaveter aufliefen. Erst erzielte Hünemeier nach einem Eckball per Kopf das Tor zum 2:0 (56.). Zwölf Minuten später hatte Hünemeier jedoch auch eine Aktie am 2:1-Anschlusstreffer des kurz zuvor eingewechselten Paderborners Jorge Mosquera.

Doch mit dem 3:1 von Publikumsliebling Emil Jula nach Flanke von Jules Reimerink zum 3:1 (71.) war die Entscheidung gefallen. Positiv in Erinnerung wird Energie-Verteidiger Daniel Ziebig die Begegnung bleiben, der nach langer Verletzungspause in Hälfte zwei sein Comeback feierte.

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