»Das ist meine Freiheit«

Pinar Adanur über Kopftücher sowie Traditionen, Toleranz und Transkulturalität in einer offenen Gesellschaft

»Versöhnen statt Polarisieren« ist das Motto des Verlages Fontäne, der eine gleichnamige Zeitschrift im dreimonatigen Rhythmus, ein akademisches Forum, sowie Bücher arabischer und türkischer Autoren veröffentlicht. »Wir wünschen uns eine Versöhnung zwischen Menschen, Kulturen und Zivilisationen, zwischen Glaube und Wissenschaft, Herz und Verstand, Orient und Okzident, Tradition und Moderne.« So definiert das in Offenbach ansässige Editionshaus, das auch Koran-Übersetzungen herausgibt, sein Selbstverständnis. Den Stand auf der Buchmesse in Frankfurt am Main betreuten ehrenamtlich junge Frauen mit wallendem schwarzen Haar. An zwei Tagen standen indes hier auch zwei nach religiöser Tradition bedeckte Muslima Interessierten Rede und Antwort. Mit einer von ihnen, PINAR ADANUR, 24, sprach KARLEN VESPER.

Die Studentin Pinar Adanur (r.) mit ihrer Freundin Betül am Fontäne-Stand in Frankfurt am Main

ND: Haben Sie das Buch von Thilo Sarrazin »Deutschland schafft sich ab« gelesen?
Adanur: Nein. Ich habe davon gehört und darüber in der Zeitung gelesen. Es gilt die Meinungsfreiheit. Natürlich darf auch er sagen, was er will.

Sie fühlen sich nicht persönlich angegriffen, wenn er von »Kopftuchmädchen« spricht?
Nein, ich fühlte mich nicht angegriffen. Denn ich fühle mich gar nicht angesprochen. Ich toleriere seine Ansicht, respektiere sie aber nicht.

Inwiefern fühlen Sie sich nicht angesprochen?
Seine Argumente sind für mich nicht stimmig und nicht relevant. Aber, wie gesagt, er kann seine Meinung vortragen. Und ich meine. Ich kann ihm auch das Gegenteil beweisen, wenn ich will.

Sie sprechen ein akzentfreies Deutsch.
Danke. Ich habe Deutsch als Fremdsprache gelernt. Seit neun Jahren lebe ich hier. Ich liebe die deutsche Sprache, die deutsche Literatur, bewundere Goethe und Schiller. Und vor allem Georg Büchner. Ich mag seine Werke sehr u...



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