Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Tempelhof: Schönheit der Anarchie

Euphorische Gedanken über einen Weltbeispiel-Platz in Berlin – und eine Befürchtung ...

  • Von Ekkehart Krippendorff
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
»Herrschaftsfreier Raum« Fotos: dpa/Kleinschmidt, Schuh

Es gibt derzeit – und zu befürchten steht: nicht mehr lange – einen zumindest in Deutschland, vielleicht darf man sogar sagen: auf der Welt einzigartigen Ort, wo man die gewissermaßen außerweltliche, utopische und darum einmalige Atmosphäre real existierender Anarchie, zu deutsch: Herrschaftsfreiheit, erleben, erfahren und als Fußgänger besichtigen kann: das freie Feld des stillgelegten Flughafens Tempelhof in Berlin.

Denn wo gibt es das sonst auf dieser Welt – im Zentrum einer Groß-, ja Hauptstadt ein buchstäblich riesiges, unbebautes, dem Auge sich als nahezu grenzenlos darbietendes Gelände, flach wie ein Kuchenblech, mit einem in weiter Ferne verschwimmenden Horizont; eine unendliche Grasfläche, durchzogen von einigen wenigen holper- und stolperfreien Zementbahnen, irgendwo am Rande und ganz unaufdringlich ein bescheidenes Café, auf einer Wiese locker verstreute Liegestühle, hier und da ein schöner Baum, alle Einzel...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.