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Fernbleiben aus guten Gründen

Integrationskurse: Viele Migranten fangen später an

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Nürnberg (dpa/ND). Jeder fünfte zur Teilnahme verpflichtete Migrant erscheint zunächst nicht zum Integrationskurs – zumeist aus guten Gründen: »Zum Beispiel wegen Betreuung von Familienangehörigen, Schwangerschaft, einer schweren Krankheit oder auch Arbeitsaufnahme«, sagte die Sprecherin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, Rochsana Soraya, am Dienstag. »In einzelnen Fällen kann es auch an mangelnder Motivation liegen.«

Nach Angaben des Bundesamtes brechen insgesamt zehn Prozent der verpflichteten Migranten den Kurs ab, weitere 20 Prozent treten zunächst nicht an. Viele von ihnen holten die Kurse aber zu einem späteren Zeitpunkt nach, betonte Soraya. »Es ist keinesfalls so, dass jeder Fünfte nicht in den Integrationskurs geht.« Den Angaben zufolge besuchen 60 Prozent der derzeit 140 000 Teilnehmer die Integrationskurse freiwillig, 40 Prozent werden dazu verpflichtet.

Die schwarz-gelbe Koalition will in ihrer Kabinettsitzung in der kommenden Woche eine Neuregelung des Zuwanderungsgesetzes beschließen, mit der unter anderem ein strengeres Durchgreifen gegen sogenannte Integrationsverweigerer ermöglicht werden soll. Grüne und LINKE wandten sich gegen das Vorhaben. Es gebe genügend Möglichkeiten, eine Nicht-Teilnahme an den Kursen zu sanktionieren, erklärten Grünen-Fraktionsvize Josef Winkler und der Integrationsexperte Memet Kilic. »Die eigentlichen Integrationsverweigerer sitzen in der CDU/CSU«, erklärte die LINKEN-Innenexpertin Ulla Jelpke.

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