Cerrado in Flammen

Brasilien: Fehlendes Feuermanagement macht Schutzgebieten zu schaffen

  • Von Norbert Suchanek, Rio de Janeiro
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Jüngst veröffentlichte Daten des brasilianischen Weltraumforschungsinstituts INPE belegen, dass es im sogenannten Cerrado, einem artenreichen Savannen-Ökosystem in Zentralbrasilien zwischen Mai und September dieses Jahres mehr als drei Mal so viele Waldbrände wie im Vorjahr gab.

Großflächige Brandrodungen in den Trockenmonaten Juli, August und September sind in den zentralbrasilianischen Bundesstaaten Mato Grosso, Goiás, Tocantins und Minas Gerais zwar nichts neues, doch in diesem Jahr breiteten sich die Feuersbrünste besonders heftig auch in Naturschutzgebieten aus. Bis Ende September verbrannten 48 Prozent des 66 000 Hektar großen Nationalparks Chapada dos Veadeiros im Bundesstaat Goiás, 250 Kilometer von der Hauptstadt Brasilia entfernt. Ähnlich im Nationalpark von Brasilia: In nur zwei Tagen war ein Drittel seiner Fläche abgefackelt. Am schlimmsten aber traf es den 132 000 Hektar großen Emas-Nationalpark in Goiás. 90 Prozent seiner Vegetation wurde ein Raub der Flammen. Laut Umweltministerin Izabella Teixeira entstand das Feuer in der landwirts...

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