Sigrid Lehmann-Wacker 27.10.2010 / Bewegung

Ist Containern illegal?

Zwei Männer stehen vor Gericht, weil sie Essen aus Müllcontainern von Supermärkten fischen

Sich von dem zu ernähren, was Supermärkte aussortieren, ist nicht nur Armutszeichen, sondern auch politische Aktion. Containern heißt das und gilt in Deutschland als Diebstahl. Bis jetzt ist niemand dafür verurteilt worden. Zwei Männer in Sachsen könnten die ersten sein.

Noch was Essbares drin?

Jeden Tag werden auf diesem Planeten fast so viele Lebensmittel weggeworfen wie gegessen. Einwandfreie Produkte landen in den Abfallcontainern der Supermärkte, nur weil die Verpackung angekratzt oder das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Gemüse wird aussortiert, weil es zu klein oder krumm ist oder Flecken hat. Und schon die Produzenten vernichten täglich Lebensmittel, um Marktpreise stabil zu halten. Ein Unding für Christof und Frederik aus Sachsen. Sie gehören zur »Containerszene«. Von Zeit zu Zeit suchen sie abends die Müllcontainer auf und nehmen jene Lebensmittel mit, die sie für noch genießbar halten. Für Christof ist das eine Möglichkeit, seine politischen Ansichten in den Alltag zu integrieren. »Die Herstellung und der Transport von Produkten, die ohnehin weggeworfen werden, verbrauchen unnötigerweise Ressourcen und erzeugen höhere CO2-Emissionen«, erklärt er und gesteht: »Ich container auch, weil es billiger ist, klar.«...

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