Werbung

Folter nach Lehrbuch

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Auch Foltern will gelernt sein. Also ließen die britischen Streitkräfte Handbücher und Power-Point-Präsentationen fertigen, damit ihre Soldaten beim Verängstigen, Demütigen und Misshandeln von Gefangenen alles richtig machen. Nackt ausgezogen und bei den Genitalien gepackt, seien die in Verhören besonders gesprächig, ist so ein Lernsatz der Royal Army, der jetzt auch einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde. 100 Irakis klagen schon gegen die britische Armee wegen derartiger Menschenrechtsverletzungen.

UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay hat gestern auch Washington und Bagdad aufgefordert, die Anschuldigungen von Folter und Mord in den von der Enthüllungs-Plattform Wikileaks jüngst veröffentlichten Geheimdokumenten zum Irak-Krieg umgehend zu untersuchen. Doch die USA sträuben sich, das sei eine innerirakische Angelegenheit. Dabei haben die US-amerikanischen Truppen noch in diesem Jahr Tausende Gefangene an das irakische Militär überstellt, obwohl man sehr wohl wusste, dass dort auf die Männer Folter wartet. Aber wer im Glashaus sitzt...

Bis heute sind die politischen Verantwortlichen für die US-amerikanischen Folterexzesse in Irak wie in Afghanistan nicht zur Rechenschaft gezogen worden. Es ist diese Straflosigkeit, die es so schwer macht, die UN-Anti-Folterkonvention weltweit durchzusetzen. Und selbst viele Staaten, die das Völkerrechtsdokument ratifiziert haben, halten sich nicht an das darin festgeschriebene absolute Folterverbot. So wie die USA und Großbritannien.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!