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EU ist für Kiew strategische Wahl

Außenminister Kostyantyn Gryshchenko will »adäquate Schritte« sehen

  • Von Detlef D. Pries
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Für die Ukraine ist die »Östliche Partnerschaft«, mit der die EU sechs östliche Nachbarstaaten an sich binden will, ohne ihnen eine konkrete Beitrittsperspektive zu eröffnen, keine Alternative zu einer Vollmitgliedschaft. Das machte Außenminister Kostyantyn Gryshchenko am Mittwoch in Berlin deutlich.

Er müsse diplomatisch antworten, denn er sei schließlich der Außenminister, sagte Gryshchenko auf die Frage nach seiner Meinung zur »Östlichen Partnerschaft«. Die diplomatische Antwort lautete also: »Wir nehmen sie ernst, weil Sie sie ernst nehmen.« Das war an die Adresse der EU-Kommission und der »Altmitglieder« der Union gerichtet und sollte heißen: Wir machen da mit, geben uns aber nicht damit zufrieden. Ohne die Ukraine sei eine europäische Einigung nicht möglich, betonte der Minister, der Konstantin Grischtschenko genannt wurde, als er noch in Diensten des sowjetischen Außenministeriums stand. Nach einer ersten Amtszeit von 2003 bis 2005 ist der 57-jährige gebürtige Kiewer als Kostyantyn Gryshchenko seit März dieses Jahres wieder Chef des diplomatischen Dienstes der Ukraine.

Auf dem Heimweg von Brüssel nach Kiew machte er am Mittwoch in Berlin Station und hielt im Europäischen Haus einen Vortrag über »Die Ukraine und die Europäisc...


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