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Der trügerische Traum vom Aufstieg

Eine Tagung der Böll-Stiftung beschäftigte sich mit dem »American Dream« und sozialer Mobilität in Deutschland

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Vom Tellerwäscher zum Millionär – dieser amerikanische Traum lockte und lockt Millionen von Einwanderern in die USA. Doch die schöne Mär vom sozialen Aufstieg durch harte Arbeit wird nicht nur jenseits des großen Teichs erzählt. Auch in Europa sollte und soll es Angehörigen unterer Schichten möglich sein, sich hochzuarbeiten. Die den Grünen nahestehende Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin lud am Mittwoch zu einer »transatlantischen Traumdeutung«.

»Europa und der American Dream«, unter diesem Motto hatte die Heinrich-Böll-Stiftung zahlreiche Experten aus Politik und Wissenschaft nach Berlin geladen, um über Aufstiegschancen in »sozial, kulturell und ethnisch vielfältigen Gesellschaften« zu diskutieren. Der Sozialwissenschaftler Reinhard Pollak vom Wissenschaftszentrum Berlin zeigte, dass der Traum vom Aufstieg immer weniger den deutschen Realitäten entspricht. Seine im Auftrag der Böll-Stiftung erstellte Studie »Kaum Bewegung, viel Ungleichheit« belegt, dass es in Deutschland seit Langem weniger soziale Mobilität gibt als in anderen europäischen Staaten. Lediglich ein Prozent der Menschen, deren Eltern ungelernte Arbeiter sind, schaffen es auf der Statusleiter ganz nach oben, betonte Pollak in seinem Eröffnungsvortrag. »Deutschland weist den stärksten Zusammenhang zwischen Herkunft und sozialem Status in Europa auf«, konstatierte der Wissenschaftler. Dafür machte Pollak vor alle...


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