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Das große Favoritensterben

DFB-Pokal: Dortmund, Mainz, Hamburg und Leverkusen ärgern sich über das frühe Aus

Dramatik, Tore, Sensationen: In der zweiten Runde des DFB-Pokals hat es die Spitzenteams der Bundesliga im Doppelpack erwischt. Tabellenführer FSV Mainz 05 verlor 1:2 beim Zweitligisten Alemannia Aachen, während Verfolger Borussia Dortmund beim Drittligisten Offenbach mit 2:4 im Elfmeterschießen den Kürzeren zog.

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»Die Enttäuschung ist riesengroß«, meinte der Mainzer Stürmer André Schürrle und begegnete dem Vorwurf, den Zweitligisten unterschätzt zu haben. »Wir waren gut vorbereitet und hatten Aachen so erwartet.« Doch in den ersten 45 Minuten sei Mainz »einfach träge« gewesen. Außerdem sei nach dem Führungstreffer von Benjamin Auer (26.) und dem Traumtor in den Winkel durch Marco Höger (60.) die Wende kaum zu schaffen gewesen. »Nach so einem Sonntagsschuss und dem 0:2-Rückstand wiederzukommen, ist dann einfach schwer.« Das 1:2 durch Adam Szalai (68.) half da auch nicht.

Ganz anders die Gefühlslage bei den Aachenern: »Das ist einfach nur geil«, freute sich Peter Hyballa, mit 34 Jahren jüngster Trainer im deutschen Profifußball. »Bayern München wäre nicht schlecht.« Schließlich haben die Aachener den Rekordpokalsieger 2004 und 2006 schon aus dem DFB-Pokal geworfen.

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Als der Traum vom ersten Pokaltriumph seit 21 Jahren geplatzt war, schlichen Borussia Dortmunds Spieler mit hängenden Köpfen an den tanzenden Offenbacher Drittliga-Kickern vorbei in die Kabine – und auch »Frohnatur« Jürgen Klopp wirkte nach dem überraschenden Pokal-K.o. wie ein Häufchen Elend. »Es ist eine ganz bittere Erfahrung. Mal sehen, wie wir damit umgehen«, rätselte der niedergeschlagene Trainer des BVB. Vor 25 000 Zuschauern hatte es in 120 Minuten keine Tore gegeben. Im anschließenden Elfmeterschießen avancierte der Offenbacher Schlussmann Robert Wulnikowski zum Helden. Er parierte die Schüsse der Dortmunder Barrios und Lewandowski.

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Auch der Hamburger SV wird das Finale am 21. Mai 2011 in Berlin nur am Bildschirm verfolgen können. Die Hanseaten unterlagen mit 2:5 bei Eintracht Frankfurt. Theofanis Gekas war mit einem Doppelpack maßgeblich am Sieg der Hessen gegen den HSV beteiligt. Sein Hamburger Pendant Mladen Petric traf sogar dreimal – einmal allerdings ins eigene Tor. »Wir sind aufgetreten, als wäre es ein Freundschaftsspiel«, schimpfte Kapitän Heiko Westermann. »Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal fünf Gegentore bekommen habe. Wahrscheinlich in der A-Jugend.«

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Mit Bayer Leverkusen hat auch der letztjährige Finalist das Achtelfinale verpasst. Unglücksrabe beim 5:6 nach Elfmeterschießen gegen Borussia Mönchengladbach war Patrick Helmes. Der Leverkusener scheiterte in der regulären Spielzeit am Pfosten (63.) und im Elferkrimi an Gladbachkeeper Christofer Heimeroth. »Es tut mir leid für die Mannschaft, aber es geht trotzdem weiter«, sagte Helmes. Als Borussias Kapitän Filip Daems um kurz nach 23 Uhr den entscheidenden Elfmeter in dem Pokalkrimi verwandelte, fielen Trainer Michael Frontzeck gleich zwei Steine vom Herzen. Zum einen hatte sein zuvor sieben Spiele siegloses Team das dringend benötigte Erfolgserlebnis errungen und zum anderen lag er mit seiner Entscheidung eines Torwartwechsels vom zuletzt glücklosen Logan Bailly zu Chris-tofer Heimeroth, goldrichtig.

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Fünf Minuten lang träumte der Chemnitzer FC von der Pokalsensation, ehe der Stuttgarter Martin Harnik den Gastgeber per Dreierpack in die Realität holte. »Wir haben uns gut verkauft, waren aber in der ersten Halbzeit im Spiel nach vorn zu ängstlich«, analysierte Trainer Gerd Schädlich, dessen Team dank Benjamin Förster (73.) in Führung ging. dpa/SID/ND

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