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MOSEKUNDS MONTAG

AM BODEN

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: 1 Min.
Herr Mosekund leistete der Einladung des Instituts für Trübsinn zum Tag der offenen Tür Folge. An einem wolkenverhangenen Morgen zog er seinen grauen Anzug an, legte die graue Krawatte um, zog den schwarzen Mantel über, setzte den grau-schwarz gestreiften Hut auf und machte sich auf den Weg durch den dichten Nebel. Im Institut schlenderten hunderte Interessenten wie Herr Mosekund schweigend durch die düsteren Flure und blickten in spartanisch eingerichtete Arbeitsräume. Nur hier und da flüsterte ein bleicher Mitarbeiter eine knappe, freudlose Erläuterung. Als nach einem quälenden Vortrag über die Leere des Nichts ein Streichquartett schwermütige Werke zu spielen begann, floh Herr Mosekund. Zu Hause legte er Mozarts »Requiem« auf und nahm einen Band Herbstgedichte von Rilke zur Hand. Er brauchte dringend etwas Aufheiterung.

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