Tea Time im Kongress

Bei den Zwischenwahlen in den USA erlebten die Demokraten ein Debakel / Nach dem Rechtsruck wird das Regieren für Obama noch schwerer

  • Von Olaf Standke
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Warum feiern die Republikaner bei diesen Zwischenwahlen Siege auf allen Ebenen und was bedeutet das für die Zeit bis zum nächsten Präsidentenvotum?

Diese Schlappe dürfte für Barack Obama besonders schmerzlich sein: Auch sein früherer Senatssitz im Bundesstaat Illinois wurde am Dienstag von einem Republikaner erobert. Er war ein demokratischer Erbhof, nur ein Mal in den vergangenen 40 Jahren musste die Partei zuvor eine Niederlage einstecken. Obama hatte den Sitz bei seinem Amtsantritt als Präsident vor zwei Jahren abgegeben. Als Trost blieb ihm, dass die Präsidentenpartei zumindest im Senat eine knappe Mehrheit behaupten konnte und noch einmal mit einem blauen Auge davonkam.

Doch in der großen Kongresskammer erlebte die Partei ein Debakel von historischem Ausmaß: Der Verlust von mindestens 61 Abgeordnetenmandaten bedeutet den größten Zugewinn, den die Opposition dort seit 1948 erringen konnte. Die für einen Machtwechsel im Senat erforderlichen zehn zusätzlichen Sitze verfehlten die Konservativen dagegen.

Nach diesem Erdrutsch ist Tea Time im Repräsentantenhaus angesagt. Denn auch ...


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