Es rumort an der Basis der Fatah

Palästinenser enttäuscht und wütend über fruchtlose Gespräche mit Israel

  • Von Martin Lejeune
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

In der nächsten Woche will sich die Fatah, die stärkste Palästinenserorganisation, auf die sich Präsident Abbas stützt, zu Versöhnungsgesprächen mit der im Gaza-Streifen herrschenden Hamas treffen. Entscheidend für das Ergebnis könnte sein, ob die Fatah zuvor ihr Herangehen an die Verhandlungen mit Israel korrigiert. Entsprechenden Druck der Basis gibt es.

Die Palästinenserführung will künftig nicht mehr wie bisher direkt mit Israel verhandeln. Dies sagte Fatah-Führungsmitglied Mohammed Shtayyeh am Mittwoch der Londoner »Financial Times«. Die von den jüngst ins Stocken geratenen Friedensgesprächen mit Israel enttäuschte palästinensische Führung will in Zukunft von der internationalen Gemeinschaft eine Lösung ihres Problems verlangen. Shtayyeh sagte, wenn Israel nicht bis zum 8. November einen totalen Siedlungsstopp beschließe, wolle man zuerst die USA und dann den UNO-Sicherheitsrat auffordern, »einen Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967 anzuerkennen«.

Bilaterale Gespräche würden bereits seit zwei Jahrzehnten mit Israel geführt, ohne dass sie jemals zu einem Erfolg geführt hätten. Die Lage habe sich im Gegenteil sogar verschlechtert. Daher könne man Israel nicht mehr vertrauen und sei gezwungen, sich direkt an die UNO zu wenden.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu warnte dara...

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