Utopie der Gerechtigkeit

Der Maler Willi Neubert wird 90 Jahre alt

  • Von Wolfgang Hütt
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.
Willi Neuberts Wandbild »Internationale Solidarität« von 1977/78 an einem Gebäude auf dem Gelände des ehemaligen Stahlwerkes in Thale. Das Bild aus Email wird heute mit einer festlichen Zereomie wieder eingeweiht. Zu DDR-Zeiten gehörte es zur künstlerischen Gestaltung der Stadthalle in Suhl, wurde nach 1990 eingelagert und war danach fast vergessen. Dem Engagement des Bürgermeisters von Thale, Thomas Balcerowski, ist zu danken, dass es in die Stadt kam, deren Ehrenbürger Willi Neubert ist.

Vor neun Jahrzehnten im böhmischen Brandau geboren, verband sich dem Maler der Tag seiner Geburt mit einem zu jener Zeit schon geschichtsträchtigen Datum, mit dem 9. November. Das ist der Tag, an dem 1918 der Sozialdemokrat Scheidemann die Freie Republik ausrief, ist der Tag, mit dem sich seit 1938 und für immer die Erinnerung an ein von den Nationalsozialisten inszeniertes Judenpogrom verbindet. Dieser Tag wurde auch zu jenem 9. November, an dem 1989 aus der bis dahin geschlossenen Gesellschaft in der DDR für die ihr noch verbleibende Zeit eine offene wurde. Der Tag und seine Geschichte hat fast das gesamte Leben Willi Neuberts markant begleitet.

In dem böhmischen Geburtsort des Malers hatten schon dessen Großvater und Vater als Hüttenwerker gearbeitet. So war es fast wie ein Gesetz, dass der jüngere Familienspross den gleichen Weg ging wie sie. Indessen ermöglichten ihm Fortbildungslehrgänge die Anstellung zunächst als technischer Ze...

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