»Volkstreue« Ursel auf dem braunen Schild

Die Frauenorganisation der NPD kürte eine eingefleischte Hitler-Verehrerin als »Frau des Jahres«

  • Von Hans Canjé
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Auf dem Bundeskongress des »Rings nationaler Frauen« (RNF), einer Frontorganisation der neofaschistischen NPD, wurde Ende Oktober in Halberstadt erstmals die »Frau des Jahres« gewählt.

Aufs braune Schild gehoben wurde nach einer NPD-Mitteilung die »volkstreue« Vorsitzende der »Hilfsorganisation für nationale Gefangene« (HNG), Ursel Müller. Die 1930 Geborene sei – so begründete auf dem unter konspirativen Bedingungen abgehaltenen Kongress im NPD-eigenen »Zentrum der nationalen Bewegung« die langjährige RNF-Vorsitzende Edda Schmidt die Wahl – eine Frau, »die sich selbstlos für die nationale Sache hingibt«. Dafür war ihr bereits am 27. Mai 2000 auf dem »2. Tag des nationalen Widerstandes« der NPD in Passau der mit 2000 Mark dotierte »Nationale Solidaritätspreis« zuerkannt worden. Müllers politisches Credo: »Meine Partei ist seit 1945 verboten, aber wir werden sie wieder errichten.« (zitiert in »Stille Hilfe für braune Kameraden«, Ch. Links Verlag, Berlin 2001).

Klammer für Neonazis

Die HNG, seit 1979 vom Registergericht Frankfurt am Main mit allen steuerlichen Privilegien als eingetragener Verein anerkannt, gi...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.