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Neue Schau zu Erwin Strittmatter

Spremberg (dpa). Eine neue Dauerausstellung über Leben und Werk des Schriftstellers Erwin Strittmatter (1912-1994) ist von heute an in Spremberg zu sehen. In drei Räumen des Niederlausitzer Heidemuseums werden auf 75 Quadratmeter Fläche die Themen Kindheit und Jugend, das Werk des Literaten sowie bildende und Theaterkunst über den gebürtigen Spremberger dargestellt. Gezeigt werden auch Zitate, Textstellen und Fotos. Der Umbau dauerte fast ein Jahr und war nach Angaben der Museumsleitung bereits seit 2007 geplant.

In der Ausstellung werde mit zwei Texttafeln auf einen kritischen Abschnitt in Strittmatters Biografie hingewiesen, sagte Museumsleiter Eckbert Kwast. Dabei gehe es um Berichte von Historikern aus dem Jahr 2008 über den Dienst Strittmatters in einer der SS unterstellten Polizeieinheit Anfang der 1940er Jahre. Seine Witwe Eva Strittmatter hatte bestritten, dass ihr Mann jemals SS-Mitglied gewesen war.

»Wir haben uns sachlich mit diesem Thema beschäftigt, aber in der Ausstellung keine Wertung abgegeben«, sagte Kwast. Solange keine Beweise über eine mögliche Verstrickung Strittmatters an SS- Verbrechen vorliegen, beteilige sich das Museum nicht an Spekulationen. Der Strittmatter-Verein hatte vor einiger Zeit aus denselben Gründen die Debatte über den von Strittmatter verschwiegenen Dienst in der SS-Polizeieinheit für beendet erklärt.

Strittmatter gehörte in der DDR zu einem der meistgelesenen Schriftsteller. Er verfasste erfolgreiche Büchern wie »Ochsenkutscher«, »Tinko« und »Ole Bienkopp« sowie die Romantrilogien »Der Wundertäter« und »Der Laden«. Seine Werke wurden in rund 40 Sprachen übersetzt. Von 1954 an lebte der Schriftsteller bis zu seinem Tod auf dem Schulzenhof in Dollgow im Ruppiner Land.

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