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Defensiv mit Nadelstichen

Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer über das Traditionsderby beim FC Bayern am Sonntag

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Nach elf Spieltagen steht der »Club« in der Tabelle vor den Bayern. Vor dem Traditionsderby sprach ND mit dem Nürnberger Torwart RAPHAEL SCHÄFER (31) über Höhenflüge, Tiefschläge und Zukunftspläne.

ND: Herr Schäfer, vier Siege in Folge – der »Club« hat einen Lauf. Was ist das Erfolgsgeheimnis?
Schäfer: Es gibt kein Geheimnis. Wir glauben an uns und funktionieren als Mannschaft sehr, sehr gut.

Stichwort Euphorie: Können Sie noch ungestört zum Bäcker gehen?
Ich konnte immer in Ruhe zum Bäcker gehen, es hat sich hier nicht viel verändert. Wir versuchen, so schnell wie möglich die vielen Punkte zu sammeln, die wir brauchen, um die Klasse zu halten.

Sie sind Sechster, Bayern nur Neunter. Ist der »Club« Favorit?
Nein. Dass die Bayern nicht vorne stehen, hat Gründe. Wir werden versuchen, das auszunutzen.

Wie kann das funktionieren?
Indem man ihnen ein richtig gutes Spiel liefert, indem man defensiv sehr, sehr gut steht und Nadelstiche setzt. Wir werden nicht versuchen, sie spielerisch auseinanderzunehmen.

Gibt es eine besondere Abneigung zwischen Bayern- und Clubspielern?
Nein, überhaupt nicht. Da ist eine Rivalität zwischen den Fans aber das ist normal – es ist halt ein Derby!

Sie sind in Polen geboren, leben aber seit 1987 in Deutschland und haben beide Pässe. War die polnische Nationalmannschaft je ein Thema?
Nein! Mein Vater würde mir das nie verzeihen. Er würde sein Veto einlegen und zwar sehr lautstark.

Warum denn das?
Weil ihn mit dem Land nichts verbindet. Wir sind Spätaussiedler. Mein Vater wurde dort oft schikaniert, das Leben wurde ihm schwer gemacht.

Zurück zum Derby. Gibt es einen Bayern-Spieler, auf den Ihre Vorderleute besonders aufpassen müssen?
Man respektiert alle Spieler vom FC Bayern. Ich glaube aber, sie haben auch Respekt vor uns.

Nach nur einer Saison beim VfB Stuttgart gingen sie 2008 zurück nach Nürnberg, wo Sie zuvor bereits von 2001 bis 2007 spielten. War Stuttgart ein Fehler?
Nein, es war ein sehr lehrreiches Jahr. Man lernt sehr viel, wenn es einem schlecht geht.

Bayerntorwart Jörg Butt ist 34 Jahre alt. Könnten Sie sich vorstellen, ihn im Bayerntor zu beerben?
Nein!

Wieso nicht?
Weil ich nach meiner Rückkehr vom VfB beschlossen habe, hier bis zum Schluss zu spielen. Meine Familie fühlt sich hier sehr wohl.

Ihr Tipp fürs Derby?
Als Angestellter des 1.FC Nürnberg ist es mir verboten zu tippen, zumindest seitens des DFB.

Aber wir spielen nicht um Geld!
Bei Anpfiff haben wir ja erstmal einem Punkt. Mal gucken, was am Ende dabei rauskommt.

Gespräch: Philipp Zielske

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