Hoffnung am Ende

Polnisches Requiem

  • Von Liesel Markowski
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Krzysztof Penderecki hat die tragische Geschichte des polnischen Volkes immer wieder reflektiert, in Musiken außerordentlicher gestalterischer Vielfalt und klanglicher Fantasie. Wenn er, geboren 1933, im Laufe seines Wirkens nicht am ästhetisch Erreichten festhielt, sondern neue Klänge suchte und fand, so ist dies Kennzeichen seines Selbstverständnisses. Von den Klangwelten der Avantgarde fand er, ohne die Moderne zu verdammen, zu einer Klangsprache, die ein größeres Publikum erreichte. Penderecki ging es zunehmend auch um künstlerische Reaktion auf politische Ereignisse seiner, unserer, Epoche. Dass er dabei polnische Spezifik betonte, macht ein Wesentliches seiner kompositorischen Originalität aus.

Dies gilt besonders für sein »Polnisches Requiem«, ein grandioses Oratorium von eineinhalb Stunden Dauer, entstanden in Einzelteilen zwischen 1980 und 1993. Jetzt zu erleben in der Philharmonie mit der Berliner Singakademie, dem Philharmoni...


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