Hebbel am Ufer

Theatergarten

  • Von Tom Mustroph
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Eine ganz neue Postdramatik hält derzeit im Hebbel-Theater Einzug. Die Bühne ist leer gefegt, die Zuschauersitze abmontiert. Stattdessen sind im Inneren des eleganten Jugendstilbaus mehrere hundert Kisten mit Mutterboden und Grünpflanzen aufgestellt. Wird manch verlassenes Barocktheater in Süditalien von Unkraut überwuchert, so ist der Berliner Off-Theatertempel für den Zeitraum des Festivals »Zellen. Life Science – Urban Farming« zum Nutzgarten umfunktioniert.

So werden Barrieren abgebaut und neue Besucherkreise erschlossen. Marco Clausen, einer der Betreiber des vielfach gelobten Prinzessinnengartens vom Moritzplatz, dessen Pflanzen nun die Bühne erobert haben, drang darum auf Öffnungszeiten ab 16 Uhr und freien Eintritt. »Für die Pflanzen allerdings ist es ein Schock«, schränkt Clausen ein. »Ihnen fehlen Sonne, Wind und Regen«, erklärt er.

Man mag das absurd finden und sich aufgerufen fühlen, das Theater vor einer Zukunft als ...


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