Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Werbung

Fußgänger haften für Unfälle

Verkehrsrecht

Ein Fußgänger haftet grundsätzlich beim Überqueren einer Fahrbahn, wenn es dadurch zu einem Unfall kommt. Das entschied das Saarländische Oberlandesgericht (OLG) Saarbrücken.

Nach Auffassung des Gerichts darf grundsätzlich unterstellt werden, dass der Fußgänger sich nicht sorgfältig genug verhalten hat. Das gelte auch dann, wenn ein Auto- oder Motorradfahrer zu schnell fuhr.

Das Gericht gab der Klage eines Motorradfahrers überwiegend statt. Der Mann hatte von einem Fußgänger Schadensersatz verlangt, weil er stürzte, als er ihm ausweichen musste. Das OLG befand, der Fußgänger müsse zwei Drittel des Schadens tragen, obwohl der Motorradfahrer 15 km/h zu schnell war.

Zulasten des Fußgängers dürfe jedoch unterstellt werden, dass er die Fahrbahn leichtfertig überquert habe. Als unerheblich werteten die Richter, dass er beim Unfall schon in der Mitte der Fahrbahn war. Auch hier hätte er vor dem Weitergehen darauf achten müssen, dass dies gefahrlos möglich ist.

Urteil des Oberlandesgerichts Saarbrücken, Az. 4 U 425/09

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln