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Gefährdet – das gefährliche Wort

Festveranstaltung zu 50 Jahre »Writers-in-Prison-Committee«

  • Von Gunnar Decker
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Das gefährliche Wort wird oft genug zur Gefahr für den, der es schreibt oder spricht. Über tausend Fälle weltweit hat das Komitee des deutschen PEN »Schriftsteller hinter Gittern« dokumentiert. Verfolgte, eingesperrte oder ermordete Journalisten und Schriftsteller, die schrieben, was einer politischen Macht nicht passt. Ein höchst gegenwärtiges Thema, so sollte man meinen, doch der PEN entschied sich zur Feier von 50 Jahre »Writers-in-Prison-Comittee« für einen Rückblick. Unter dem Titel »Zeugnisse des Abgrunds – Vermächtnisse eines Jahrhunderts« lasen im Haus der Berliner Festspiele fünf Schauspieler fünf Klassiker der Moderne. Texte voller Gewalt und Hilflosigkeit der Tatsache gegenüber, dass Menschen anderen Menschen alles anzutun vermögen, wenn die Gesellschaft sie denn lässt.

Es ist schlecht geheizt in diesem nur zur Hälfte besetzten Saal, in dem 1963 die »Freie Volksbühne« Piscators eröffnet wurde, in der er Autoren wie Pete...


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