Das »Grüß Gott!« fiel aus

Der Maler Michael Triegel über Selbstporträts, Glauben und eine Begegnung mit dem Papst

Michael Triegel, geboren 1968 in Erfurt, Maler, Grafiker, Zeichner, ist eine Ausnahmeerscheinung unter den bildenden Künstlern hierzulande und international. Er ist – auf den ersten Blick – quasi ein perfekter Wiedergänger der Alten Meister. Seiner Malkultur wegen glaubt man, ihn der italienischen Renaissance und des Barock zuordnen zu können. Er greift in seinem Formenschatz auf antike Mythologien zurück, auf die christliche Ikonografie, verwendet sie in ungewöhnlicher Kombination, ist dabei aber ganz Irdisch-Gegenwärtiger, hellwach das gesellschaftliche Geschehen beobachtend, also durchaus nicht aus der Zeit gefallen. Er malt nicht nur wunderschön, sondern schafft ebenso virtuose Zeichnungen und feinste Radierungen. Im Auftrag des Bistums Regensburg portätierte er jüngst Papst Benedikt XVI. Das Gemälde und die Studien dazu werden in einer umfangreichen Ausstellung mit Werken des in Leipzig lebenden Künstlers ab 26. November im Museum der bildenden Künste in Leipzig präsentiert.

ND: Wir kommen ohnehin nicht daran vorbei und so will ich Sie gleich nach dem Papst-Porträt fragen. Sie haben vom Bistum Regensburg den Auftrag erhalten?
Triegel: Ja, und für das Regensburger Institut Papst Benedikt XVI. ist es bestimmt, und somit ist es nicht, wie fälschlich verbreitet wurde, das offizielle Vatikan-Bild.

Für Ihre Studien waren Sie gewiss bei Benedikt XVI. angemeldet. Wie muss man sich die Begegnung mit ihm vorstellen, gewährte er Ihnen Audienz?
Nein, er wollte nicht Modell sitzen. Aus Bescheidenheit, muss ich annehmen – nach dem, was mir aus seiner Umgebung übermittelt wurde. Mir wurden stattdessen verschiedene Fotos zugeschickt, allesamt repräsentative. Aber für ein Porträt, wie ich es vorhatte, waren sie untauglich, zumal ich nie nach fremden Fotovorlagen male. So kam es, dass mir ermöglicht wurde, bei einer Generalaudienz in der päpstlichen Audienzhalle, die tausende Menschen fasst, dabei zu sein. Ich hatte i...

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