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Protest unter Tage

Chilenische Frauen fordern Hilfsprogramme

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Aus Protest gegen den Verlust ihrer Arbeit haben sich 33 Frauen in Chile in einer alten Kohlemine verschanzt.

Santiago (AFP/ND). In Arbeitskleidung und mit Helmen stiegen die Frauen in das inzwischen in eine Touristenattraktion umfunktionierte Bergwerk in der Nähe der Stadt Lota, rund 500 Kilometer südlich von Santiago, hinab. Die Frauen hatten ihre Arbeit verloren, weil staatliche Hilfsprogramme für die Opfer des verheerenden Erdbebens im Februar ausgelaufen waren. Mit ihrem Protest wollen sie die Regierung auffordern, die Programme im Haushalt 2011 wieder zu berücksichtigen.

Bei dem Erdbeben und dem darauf folgenden Tsunami waren in Chile mehr als 520 Menschen ums Leben gekommen. Über Hilfsprogramme der Regierung fanden nach Angaben der Fraueninitiative rund 12 000 Menschen in Zentralchile und im Süden des Landes wieder Arbeit. Sie halfen demnach beim Wiederaufbau zerstörter Ortschaften. Da die Mittel für die Programme inzwischen aufgebraucht seien, hätten die Menschen aber ihre Arbeit wieder verloren. »Wir haben so viele Dinge unternommen, damit sie uns beachten, aber die Regierung hört uns nicht zu«, sagte Brigida Lara an der Mine einheimischen Journalisten. Deshalb hätten sich die Frauen zu dem Protest in der Mine entschieden.

Mitte Oktober waren aus einer chilenischen Mine 33 Bergleute gerettet worden, die 69 Tage unter Tage waren. Ihr Schicksal hatte weltweit Anteilnahme ausgelöst.

Foto: AFP/Camila Lasalle Ramirez

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Das Blättchen Heft 19/18