Die Toten von Soacha

Kolumbianische Mütter klagen an – erschütternder Bericht über Gräueltaten der Armee an Zivilisten

  • Von Peter Kirschey
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

»Falsos positivos« werden sie in Kolumbien genannt – Personen, die von der Armee als Guerilleros im Kampf getötet wurden, in Wirklichkeit aber Zivilisten waren. Einer der unzähligen Fälle kam 2008 an die Öffentlichkeit.

Aus Soacha, einem südlichen Vorort der kolumbianischen Hauptstadt Bogota, verschwanden im Frühjahr Dutzende Männer zwischen 16 und 45 Jahren. Sie seien zur Kaffee-Ernte angeworben worden und in den Norden gereist, erklärten die Behörden. Monate später wurde es Gewissheit: Sie waren umgebracht worden, getötet vom Militär. Seitdem kämpfen die Mütter von Soacha, damit die Schuldigen zur Verantwortung gezogen werden. Im Mai sandten 16 Mütter eine Petition an Luis Moreno Ocampo, Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag, mit der Bitte um Aufklärung des Verbrechens.

Maria Ubilerma Sanabria Lopez und Luz Marina Bernal, zwei Mütter aus Soacha, sind auf Initiative von Amnesty International nach Europa gekommen, um hier auf das Unrecht in ihrer Heimat aufmerksam zu machen. Auch in Berlin berichteten sie unter Tränen über ihr Schicksal. »Jaime Estivan Valenzia war erst 16 Jahre alt«, erzählt seine Mutter Maria. Am 6. Februar ...

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