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Der SED-Funktionär – das unbekannte Wesen

Die Bundesstiftung Aufarbeitung beschäftigte sich am Mittwoch mit den »Partei-Apparatschiks« in der DDR

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

»Gesichtslose Apparatschiks? Die SED und ihre Funktionäre«, unter diesem Motto ging die Bundesstiftung Aufarbeitung der Frage nach, ob die 44 000 hauptamtlichen Parteiarbeiter wirklich eine heterogene Gruppe bildeten.

Der Veranstaltungsaal der Berliner »Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur« war am Mittwochabend gut gefüllt. Der Historiker Rüdiger Bergien vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam referierte eine gute Stunde über die »unscheinbaren« SED-Funktionäre, die doch tatsächlich eigenständig handelnde Subjekte gewesen sein sollen. Leider blieben die SED-Kader auch nach dem Vortrag des jungen Historikers schemenhafte Helfer der Diktatur des Proletariats. Vieles blieb Stückwerk und schnell wurde klar, dass die Forschung noch in den Kinderschuhen steckt und sich zu großen Teilen auf Landolf Scherzer beruft. Mehrmals wurde aus dessen Buch »Der Erste« zitiert. In dem 1988 erschienenen Porträt schildert Scherzer den Alltag des 1. Sekretärs der Kreisleitung Bad Salzungen, Hans-Dieter Fritschler. Das Buch sorgte damals für Furore, weil es schonungslos zeigte, mit welchen Problemen sich die Genossen an der Basis herumzuschlagen hatt...


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