Nahe der Asse häufen sich die Krebsfälle

Behörden sagen konsequente Aufklärung zu

  • Von Reimar Paul
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Nach dem Bekanntwerden hoher Krebsraten im Umkreis des maroden Atommülllagers Asse zeigten sich Anwohner und Parteien verstört.

Am Donnerstagabend schreckte ein »NDR«-Bericht die Menschen in der Samtgemeinde Asse auf: Zwischen 2002 und 2009 sind dort demnach zwölf Männer und sechs Frauen an Leukämie erkrankt. Das ist eine signifikante Erhöhung vor allem bei Männern – ein Fall pro Jahr wäre statistisch zu erwarten gewesen. Frauen bekamen zudem drei Mal häufiger Schilddrüsenkrebs als es der Statistik entspricht. Der Sender berief sich auf vorläufige Untersuchungsergebnisse des Epidemiologischen Krebsregisters Niedersachsen (EKN). Ein detaillierter Bericht soll Anfang Dezember fertiggestellt sein. Das Register erfasst seit zehn Jahren Neuerkrankungen und Sterbefälle bei Krebs.

Das niedersächsische Sozialministerium und der Landkreis Wolfenbüttel bestätigten die Angaben inzwischen. »Wir wissen aufgrund des vorhandenen und bislang ausschließli...


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