Aus Goldgrube wurde Millionengrab

Prozess um Gaunereien beim Verkauf des einstigen DDR-Rundfunkgeländes

  • Von Peter Kirschey
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Es waren einmal drei unheimlich clevere Geschäftsleute – das glaubten sie zumindest. Sie hatten eine Goldgrube entdeckt und wollten sie nun, das war 2005, ausbeuten. Die drei aus dem fernen Jessen banden sich Schlipse um, legten ihr bescheidenes Vermögen von 25 000 Euro zusammen, gründeten eine GmbH und nannten sie »Bau und Praktik«.

Irgendwo im fernen Berlin, an der Ufern der Spree gelegen, das hatten sie erfahren, da gibt es einen sagenhaften Schatz in Gestalt einer millionenschweren Immobilie: Das 135 000 Quadratmeter große Gelände des DDR-Rundfunks in der Nalepastraße. Mit dem denkmalgeschützten Klinkerbau, dem berühmten Sendesaal 1, den Daniel Barenboim als einen der besten der Welt bezeichnete, und, und, und. Der, der dieses Schmuckstück loswerden wollte, nannte sich »Limsa« (Liegenschaftsmanagement von Sachsen-Anhalt) als Kopf der Erbengemeinschaft.

Mit im Boot der dilettantischen Verkäufer auch das Land Berlin (der Finanzse...


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