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»Berlinale ist ausgewachsen«

(dpa). Trotz weniger Kinohits in diesem Jahr steht der deutsche Film nach den Worten von Berlinale-Direktor Dieter Kosslick (62) gut da. »Ich kann da keine Krise sehen. Nicht mal ein Formtief«, erklärte Kosslick, für den die kommende Berlinale (10. bis 20. Februar 2011) bereits die zehnten Filmfestspiele als Direktor sind.

Bei der kommenden Berlinale werde der deutsche Film wieder einen starken Auftritt haben, sagte Kosslick. »Wir werden sowohl im Wettbewerb als auch in den anderen Sektionen eine breite Palette des aktuellen Filmschaffens in Deutschland präsentieren.« Schon bevor das Programm für die Berlinale 2011 fertig ist, hat Kosslick einen Trend ausgemacht: »Es ist auffällig, dass in den Filmen oft das Thema Computer und Kommunikation auftaucht.« Es werde außerdem »sicher einen 3D-Film geben oder vielleicht auch zwei«, sagte der Festivalchef. »Jetzt gibt es auch nicht-kommerzielle Filme, die diese Technik anwenden, zum Beispiel Wim Wenders' Film über Pina Bausch.«

Die dreidimensionale Technik habe den Kinos viel Geld eingebracht. Kosslick warnte: »Die Arthouse-Kinos dürfen durch die technischen Innovationen, die viel Geld kosten, nicht ins Hintertreffen geraten. Sonst wird das Kinosystem relativ schnell den Bach runtergehen.«

Dass der Filmmarkt in Zeiten des Internets irgendwann überflüssig wird und die Filmeinkäufer aus aller Welt sich die Filme nur noch im Netz und nicht mehr in den Markt-Screenings auf der Berlinale ansehen, befürchtet Kosslick nicht. »Es ist immer noch unerlässlich, dass man abends zusammen ›zum Italiener‹ geht und den anderen ›über den Tisch zieht‹. Das funktioniert im Netz nicht, da kann man nicht richtig zocken«, meinte Kosslick.

»Das Festival ist in den vergangenen Jahren größer geworden, es hat sein Spektrum um wichtige neue Initiativen wie zum Beispiel den Talent Campus erweitert.« Doch weiter wachsen soll das Festival, das 2010 die Rekordzahl von 300 000 verkauften Tickets erreichte, nicht. »Die Berlinale ist ausgewachsen. Wir peilen keine Rekorde mehr an.«

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