Mit Kopftuch kein Job

Netzwerk will verstärkte Sensibilisierung und Antidiskriminierungsbeauftragte in jeder Moschee

  • Von Sarah Liebigt
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

»Dort, wo Sie herkommen, ist es doch um diese Jahreszeit bestimmt wärmer, Sie sind doch eigentlich anderes Klima gewöhnt.« – »Nunja, in Köln ist das Wetter um diese Jahreszeit auch nicht besser.« Diskriminierung fängt im Kleinen an, im Alltag sind es unbedachte Äußerungen, zu denen sich viele Menschen nur aufgrund eines Namens oder des äußeren Erscheinungsbildes verleiten lassen. Hier will das Netzwerk gegen Diskriminierung ansetzen, sensibilisieren und vor allem die Betroffenen auf ihre Rechte aufmerksam machen. Bisherige Ergebnisse präsentierte das Netzwerk am Mittwoch in der Senatsverwaltung für Integration. Die Dunkelziffer von Muslimen, die am Arbeitsplatz, in der Schule oder im sonstigen Alltag diskriminiert werden, ist hoch. Dabei ist die Grauzone zwischen bedenkenlosen Äußerungen und direkten Vorurteilen oft ein Bereich, in dem das Gesetz gegen Diskriminierung nicht so leicht greift.

»Wenn Sie ihr Kopftuch nicht ablegen w...

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