Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Istanbuler Gericht setzt Akhanli auf freien Fuß

Spektakulärer Beginn des Prozesses gegen deutsch-türkischen Schriftsteller

  • Von Jan Keetman, Istanbul
  • Lesedauer: ca. 1.5 Min.

Der deutsch-türkische Schriftsteller Dogan Akhanli kommt auf freien Fuß und darf die Türkei verlassen. Das wurde am Mittwoch, dem ersten Tag des Prozesses in Istanbul gegen den Autor, entschieden. Akhanli sollte noch gestern aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Ein dringender Tatverdacht liege nicht mehr vor, so das Gericht. Der Prozess gegen ihn geht am 9. März weiter.

Dem 53-jährigen Dogan Akhanli wird von der türkischen Justiz die Beteiligung an einem Raubüberfall und einem Umsturzversuch im Jahr 1989 vorgeworfen. Akhanli weist dies zurück. Er war 1991 nach Deutschland geflohen, besitzt mittlerweile die deutsche Staatsbürgerschaft und war nach 20 Jahren von Köln in die Türkei gereist, um seinen Vater noch einmal vor dessen Tod zu sehen. Doch bei seiner Einreise am 10. August wurde Akhanli festgenommen; sein Vater starb einige Wochen danach.

Akhanli wurde beschuldigt, für eine kommunistische Gruppe 1989 eine Wechselstube in Istanbul überfallen und dab...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.