Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Säbelrasseln rund um Berg-Karabach

Drohungen werden wieder lauter

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Bisher sind es nur Drohungen, doch die nehmen an Aggressivität deutlich zu: Die Spannungen um Berg-Karabach, die zu Aserbaidshan gehörende, mehrheitlich von Armeniern bewohnte Region, die sich 1988 für unabhängig erklärt hatte, werden wieder angeheizt.

Sollte Aserbaidshan Gewalt anwenden und sich in ein neues »militärisches Abenteuer« stürzen, werde Armenien die Sicherheit der Bevölkerung Berg-Karabachs »mit allen verfügbaren Mitteln gewährleisten« und die Unabhängigkeit der Region juristisch verbindlich anerkennen, drohte der armenische Präsident Sersch Sargsjan ausgerechnet auf dem Gipfel der Organisation des Vertrags für Kollektive Sicherheit, des Verteidigungsbündnisses der UdSSR-Nachfolgegemeinschaft GUS.

Fast zeitgleich berichtete die russische »Nesawissimaja Gaseta«, der armenischen Nationalversammlung lägen bereits mehrere Resolutionen zur Anerkennung Berg-Karabachs vor. Zwar scheiterte eine Abstimmung letzten Freitag am Boykott der regierenden Koalition aus drei Parteien. Die hielten einen solchen Beschluss noch für verfrüht – vermutlich weil die Oppositionspartei »Erbe« den Antrag eingebracht hatte. Ihr eigenes Papier halten Sargsjans Republikaner derzeit noch unter Ve...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.