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Vor der Urteilsverkündung im zweiten Chodorkowski-Prozess

Kritiker sprechen von politischem Verfahren / Weitere Anklagen möglich

  • Von Irina Wolkowa, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

In Moskau soll am heutigen Mittwoch die Verkündung des Urteils im zweiten Prozess gegen Michail Chodorkowski, den ehemaligen Chef des russischen Ölkonzerns Jukos, und seinen Partner Platon Lebedew beginnen.

Auf die entscheidenden Worte werden Michail Chodorkowski – einst reichster Mann Russlands – und sein Partner Platon Lebedew wohl noch eine paar Tage warten müssen. Zwar beginnt Richter Viktor Danilkin an diesem Mittwoch mit der Urteilsverkündung. Doch das Gericht brauchte zum Verlesen der Begründung für das Verdikt vor fünfeinhalb Jahren mehrere Tage. Damals wurden Chodorkowski und Lebedew wegen Betrugs und Steuerhinterziehung in besonders schwerem Ausmaß zu jeweils acht Jahren Haft verurteilt. Im zweiten Prozess – diesmal werden ihnen Diebstahl von 200 Millionen Tonnen Rohöl und Geldwäsche vorgeworfen – beantragten die Staatsanwälte in beiden Fällen 14 Jahre. Die derzeitige Haftstrafe soll darauf angerechnet werden, sodass die Verurteilten im Jahr 2017 freikämen.

Kritiker im In- und Ausland, die liberale Opposition in Russland und viele westliche Politiker, behaupten politis...


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