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Schmutzige Steinkohle für E.on & Co

Aus Kolumbien wird der Rohstoff billig geliefert – die Schattenseiten sind Vertreibung, Umweltzerstörung, Mord

  • Von Knut Henkel
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Kolumbien wird von Jahr zu Jahr wichtiger als Lieferant für deutsche Kohlekraftwerke. In mindestens einem Dutzend deutscher Stromerzeugungsanlagen kommt billige Steinkohle aus dem lateinamerikanischen Land zum Einsatz. Dies hat seinen Preis: Menschen werden ausgebeutet, Grundrechte verletzt und Umweltbestimmungen außer Kraft gesetzt.

Der größte Steinkohle-Tagebau der Welt: El Cerrejón in Kolumbien

»Die Rohstoffe sind es, weshalb die Paramilitärs uns Bauern vertrieben und viele von uns ermordet haben«, erklärt Luis Alberto Rojas Rojas. »Überall wo es etwas zu holen gibt, haben die Paramilitärs unter Duldung der Armee die Gebiete entvölkert – auch in Catatumbo.« Bauer Rojas ist Mitte vierzig und stammt aus dieser Region. Der stämmige Mann mit dem dünnen Schnauzbart spricht für die Bewohner mehrerer Gemeinden, die heute ohne Perspektiven in Cucutá, einer Millionenstadt an der Grenze zu Venezuela, leben.

Die größten Reserven liegen im Schutzgebiet

Die Region Catatumbo liegt im Nordwesten Kolumbiens und ist auf nahezu allen Karten als unberührte Dschungelregion ausgewiesen. Dort, unter den längst ausgedünnten Urwäldern, lagern die größten Steinkohlereserven des Landes. Ein erheblicher Teil gehört zum Nationalpark »Natural Catatumbo Barí«, der sich jenseits der Grenze in Venezuela fortsetzt. Hier gibt es auch ein Schutzgebiet de...


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