• Politik
  • Der nächste Castor-Transport ist unterwegs

Warm anziehen – trotzdem wird's arg frustig

Über 1000 Polizisten pro Castor – der Atom-Fahrplan wird wohl eingehalten werden

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Castor-Transport nach Lubmin wird von rund 4000 Polizisten aus insgesamt neun Bundesländern gesichert. Die Anzahl bemesse sich nach den zu erwartenden Protesten, sagt Innenminister Lorenz Caffier (CDU). Er rechnet damit, dass der Transport das Land mindestens 1,6 Millionen Euro kosten wird.

Alles habe seine Zeit und seinen Ort, hört man bei der Schweriner Gewerkschaft der Polizei (GdP). Klar könne man verstehen, dass viele Menschen bis hinein in die Landesregierung der schwarz-gelben Atompolitik kritisch begegnen. Doch wer sich jetzt auf die Gleise Richtung Lubmin setzt, der lege sich mit den Falschen an, sagt GdP-Landeschef Michael Silkeit. »Wir müssen das Demonstrationsrecht uneingeschränkt gewährleisten und auf der anderen Seite den Transport zum Bestimmungsort durchbringen.« Größer könne der Spagat nicht sein, und so hofft er denn auch wie die Chefs in den Polizeieinsatzstäben, dass der Schnee zwar nicht die Schienen, wohl aber die Fronten verwehen möge.

Zehn Zentimeter Neuschnee waren gestern Vormittag prognostiziert worden, Das langt zwar, um einen ICE zu stoppen, doch als Problemlöser für eine fehlerhafte Energiepolitik taugt er nicht. Unlängst auf dem GdP-Kongress in Berlin hatte der nun ehemalige Gewerkschaftsche...


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