Silvesterparty wie jedes Jahr

Keine erhöhten Sicherheitsmaßnahmen vorm Brandenburger Tor

(dpa). Trotz der aktuellen Terrorwarnung werden bei Deutschlands größter Silvesterparty am Brandenburger Tor keine zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Polizei und Feuerwehr würden so viele Beamte wie in den Vorjahren einsetzen, kündigten sie gestern an. Auch die Katastrophe auf der Duisburger Loveparade habe keine konkreten Auswirkungen auf Berlin. »Wir sind wachsam, aber wir machen das nicht zum ersten Mal«, sagte Willy Kausch vom Veranstalter Silvester in Berlin. Auch die Polizei verweist auf ihre Erfahrung aus 17 Jahren Silvesterpartys.

Auf der 2,2 Kilometer langen Festmeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule werden rund eine Million Besucher erwartet. Die Polizei will versuchen, die Besucherströme so früh wie möglich zu kanalisieren. »Wir haben Unter den Linden massive Baustellen. Der Zulauf soll deswegen nach Möglichkeit über den Potsdamer Platz und den Hauptbahnhof erfolgen«, sagte ein Polizeisprecher. Beamte der Bundespolizei würden nicht eingesetzt, lediglich die Bundespolizeikräfte rund um den Reichstag würden mit einbezogen.

Durch sieben Ein- und Ausgänge können die Menschen auf die Festmeile gelangen. »Wir haben ein flaches Gelände, keine Schlauchsituation«, vergleicht Veranstaltersprecher Kausch das Gelände mit Duisburg. »Und wir können die Geländer zum Tiergarten jederzeit innerhalb von Sekunden entfernen.«

Mit Live-Musik und einem Riesen-Feuerwerk inklusive Lichtshow sollen die Besucher mehr als fünf Stunden lang unterhalten werden. Auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor werden unter anderem Paul Potts, Bonnie Tyler und Die Prinzen auftreten. Der Eintritt ist frei. Böller und Glasflaschen sind auf dem Veranstaltungsgelände nicht erlaubt. Die Feuerwehr sorgt deswegen für Abbrennplätze, wo die Raketen und Böller außerhalb der Partymeile gezündet werden können.

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