Ein Bett in der Krise

Seit 25 Jahren gibt es die Berliner Notübernachtung für Drogenabhängige

  • Von Nicolas Šustr
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Bieten ein Dach über dem Kopf, wenn alle Stricke reißen: Zimmer des Drogennotdienstes

Die Fasanenstraße ist eine Berliner Adresse mit Wohlklang. Vornehme Galerien, das Literaturhaus, die TU, die Universität der Künste und auch die jüdische Gemeinde residieren hier. Am idyllisch direkt an Landwehrkanal und Tiergarten gelegenen Nordende der Straße, inmitten des Campus der TU, sticht ein zweigeschossiger gelber Bau ins Auge, der mehr an Baracken als an ein Haus erinnert. Es ist die Krisenwohnung des Berliner Drogennotdienstes. Obdachlose Drogenabhängige finden hier ein Dach über dem Kopf, wenn alle Stricke gerissen sind.

Therapieabbruch, Rückfall, Entlassung aus dem Krankenhaus oder der Haft sind nur einige der Gründe, die Suchtkranke in die Krisenwohnung führen. Sie bildet eine Brücke zwischen der Drogenszene und Hilfseinrichtungen wie Drogenberatungsstellen, Krankenhäusern und Therapieeinrichtungen. »Wenn jemand auf der Straße sitzt, Hunger hat, sich und seine Wäsche waschen will, dann kann er sich nicht noch mit Dingen w...


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