Deutsche Bank lässt die Kugel rollen

Jetzt mit eigenem Kasino: Ackermanns Unternehmen geht unter die Glückspieler

  • Von Daniel Schnettler (dpa), Las Vegas
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Deutsche Bank ist zum Kasinobetreiber geworden. Weil ein Kreditnehmer strauchelte, nahm sie ein milliardenschweres Projekt selbst in die Hand. Jetzt war Eröffnung.

Die Deutsche Bank ist in Las Vegas unter die Glücksspieler gegangen. »Die Kugel rollt, nichts geht mehr«, heißt es seit Mittwoch im firmeneigenen Kasino »The Cosmopolitan«, das direkt am berühmten Las Vegas Strip gelegen ist. Es ist eines der größten, teuersten und ehrgeizigsten Projekte der Glitzerstadt – und eines der risikoreichsten.

Die Deutsche Bank ist eher unfreiwillig unter die Kasinobetreiber gegangen: Eigentlich hatte sie dem Immobilienmogul Ian Bruce Eichner nur einen Kredit gewähren wollen. Doch Eichner ging in der Finanzkrise das Geld aus. Da war der Kasinokomplex nicht mal halb fertig. Um keinen Totalverlust zu erleiden, übernahm die Deutsche Bank im September 2008 selbst das Projekt und baute es nach eigenen Vorstellungen zu Ende.

Es geht um viel Geld – sogar für das größte Geldhaus der Bundesrepublik. Rund vier Milliarden Dollar flossen in den Komplex, der von zwei j...


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