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Ohne Job und ohne Plan

Montags im ND: Serie über Obdachlosigkeit in Berlin / Teil 2: Die Jugendlichen

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Notunterkunft Kiez-Cafe

Sandra* war 19, als ihr Freund mit ihr Schluss machte. Mit einer Schere zerschnitt er alle ihre Kleider. »Wenn sein Leben zerstört sei, soll meins auch kaputt sein, hat er gesagt.« Dann schnappte er sich eine Pistole, um Tankstellen zu überfallen. Sandra ging weg aus ihrer Kleinstadt in Mecklenburg. Sie wollte einen Neuanfang, besuchte einen Bekannten in Berlin und blieb bei ihm, bis sie eine eigene Wohnung in Marzahn fand.

Sandra war in Berlin recht schnell wieder liiert und wurde nachlässig – »bis ich vor der Tür stand und nicht mehr reinkam.«

Weil sich Mietschulden anhäuften, hatte die Hausverwaltung ihre Wohnung geräumt. Zeitgleich ging ihre Beziehung in die Brüche. Vorübergehend konnte sie bei Freundinnen unterkommen. Doch die litten am Borderline Syndrom. »Es gab immer Streit. Irgendwann hielt ich das nicht mehr aus und bin in die Notübernachtung in die Franklinstraße gegangen.« Erst als sie nicht mehr wusste, zu wem sie ge...


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