Ein souveräner Geschichte(n)erzähler

Der Bismarck-Biograf Ernst Engelberg, ein Jahrhundert-Historiker, ist verstorben

  • Von Mario Keßler
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Wenige Monate vor seinem 102. Geburtstag ist am Sonnabend Ernst Engelberg in Berlin verstorben. Einer der letzten Zeitzeugen, die das »Jahrhundert der Extreme« von Anbeginn bis zu deren Ende erlebt und durchlitten haben, ist von uns gegangen. Doch die Geschichte und Geschichten, die er schrieb, bleiben.

Geboren am 5. April 1909 im badischen Haslach als Sohn eines Zeitungsverlegers und Druckereibesitzers war er im Geist der deutschen 1848er Revolution erzogen worden, an der sein Großvater und seine Urgroßmutter aktiv teilgenommen hatten. Sein politisches Denken wurde in frühen Jahren von den Idolen Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg sowie vom Freundeskreis der Eltern beeinflusst, zu dem Josef Belli und Adolf Geck, einst Mitorganisatoren des Kampfes gegen das Sozialistengesetz, sowie die Familie des ermordeten bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner gehörten. 1927 nahm Engelberg das Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in Freiburg (Breisgau) auf, konzentrierte sich aber, nach dem Hochschulwechsel nach München und dann Berlin, auf die Neuere Geschichte. Engels-Biograf Gustav Mayer lenkte ihn auf Bismarcks Sozialgesetzgebung; als Engelberg seine Dissertation dazu 1933 an der Berliner Alma Mater einreichte, war Mayer berei...

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