Zukunft – nur noch eine leere Worthülse

Italiens Studentenproteste nehmen den Unmut vieler anderer benachteiligter Bürger auf

  • Von Anna Maldini, Rom
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Auch heute werden die italienischen Studenten wieder auf die Straße gehen, um gegen die Universitätsreform zu protestieren, die in diesen Stunden endgültig vom Parlament verabschiedet wird. Nach den Krawallen der vergangenen Woche befürchtet man neue Zusammenstöße. Und einige Regierungsmitglieder scheinen sie regelrecht heraufzubeschwören.

Wäre es nach Maurizio Gasparri gegangen, Fraktionsvorsitzender der Berlusconi-Partei in der Abgeordnetenkammer, fänden jetzt keine Demonstrationen statt. Er hat – nach alter illiberaler und faschistischer Manier – Schutzhaft für »die Gewalttätigen« gefordert, die seiner Meinung nach in den Gruppen der antagonistischen Linken zu suchen sind.

Man solle sie vorbeugend aus dem Verkehr ziehen, war sein provokatorischer Rat, dann bliebe sicherlich alles ruhig. Zugleich forderte er die Eltern der Studenten und Schüler auf, ihre Kinder zu Hause einzuschließen, weil sich in den Protesten »potenzielle Mörder« verstecken.

Gasparri ist nicht der einzige Minister, der jetzt auf eine totalitäre oder offen faschistische Ausdrucksweise zurückgreift. Verteidigungsminister Ignazio La Russa, der ebenso wie Gasparri aus der neufaschistischen Jugendbewegung kommt, beschimpfte während einer Fernsehdebatte einen Studenten als »Memme«, weil der sich...

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