Alle drei Beine sind eingeknickt

Leipziger Antidiskriminierungsbüro muss wegen Geldmangels die Beratung einstellen

  • Von Hendrik Lasch
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Das Antidiskriminierungsbüro in Leipzig, die einzige Einrichtung dieser Art in Sachsen, muss ab Januar seine Beratungstätigkeit einstellen, weil die Stadt die Zuschüsse drastisch kürzt.

Als unlängst in der Dresdner Frauenkirche der sächsische Demokratiepreis verliehen wurde, erhielt auch das Antidiskriminierungsbüro (ADB) Leipzig eine Auszeichnung. Es war allerdings nicht der mit 10 000 Euro dotierte Hauptpreis, sondern »nur« eine Anerkennung, für die es eine Urkunde und 500 Euro gab. Die Leipziger freuten sich. Ihre Finanznöte indes ließen sich mit diesem Betrag nicht beseitigen; sie bleiben so groß, dass der Verein ab Januar die Beratung einstellen muss.

Dabei ist die Einzelfallberatung von Menschen, die an ihrem Arbeitsplatz, bei Behörden oder von Vermietern wegen ihrer Herkunft, einer Behinderung oder religiöser Überzeugungen benachteiligt werden, eine wichtige Säule in der Arbeit des ADB, das sich daneben um Schulungen und Weiterbildungen sowie die politische Lobbyarbeit kümmert. Derlei Aktivitäten lebten aber von den Alltagserfahrungen, über die in Beratungsgesprächen berichtet wurde. Dass d...

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