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Piraten machen keine Weihnachtsferien

Somali-Freibeuter wechseln ihre Reviere – an Land wird eine Privatarmee gegen sie ausgebildet

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Es stört die Seeräuber vor Somalia nicht, dass die Politik in den westlichen Staaten gerade Jahresendurlaub macht. Sie erledigen ihren Job und haben am Dienstag erneut einen deutschen Frachter gekapert. Das Anti-Piratenprogramm der EU NAVFOR half wieder einmal nichts. Derzeit gibt es in der Region 26 gekaperte Schiffe mit 609 Seeleuten an Bord.

Die am Dienstag vor Oman gekaperte »EMS River« ist mit acht Seeleuten bemannt. An Bord sind sieben Philippinos und ein Rumäne. Das Schiff fährt unter der Flagge von Antigua & Barbuda und gehört der Reederei Grona Shipping mit Sitz in Papenburg.

Bei dem Überfall setzten die Piraten die »MV Motivator«, einen im Juli entführten Frachter, als Mutterschiff ein. Die NATO warnt derzeit vor insgesamt fünf derartigen gekaperten und hochseetüchtigen Schiffen. Mit ihnen erweitern die Seeräuber ihre Reichweite bis vor die Seychellen.

Ebenfalls vor Oman attackierten am Montag Piratenskiffs von einem entführten Frachter aus einen Flüssiggas-Tanker. Als ein NATO-Kriegsschiff herbei eilte. wurde der Angriff abgebrochen. Doch als der Bordhubschrauber der Fregatte auf das Piraten-Mutterschiff zuhielt, drohten die Piraten, ihre »Gastgeber« zu ermorden. Am 1. Weihnachtsfeiertag wechselte die Befehlsgewalt auf der unter der Flagge Thailands fahren...


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