Wie weiter in der Eurokrise?

Gewerkschaftsnahes IMK fordert Europäischen Währungsfonds und Wachstumsprogramme

  • Von Haidy Damm
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Um die europäische Wirtschaft zu stabilisieren und Europa als Wirtschaftsmacht zu stärken, fordern die Wirtschaftswissenschaftler des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) einen Europäischen Währungsfonds.

In ihrer Konjunkturprognose Ende Dezember hatte das Institut zwar auch von einer erfreulichen Prognose von 2,5 Prozent Wirtschaftswachstum und einem Rückgang der Arbeitslosigkeit auf unter drei Millionen in Deutschland gesprochen, auf europäischer Ebene werden die Weichen nach Meinung von Gustav Horn, Chef des IMK, jedoch grundlegend falsch gestellt. »Einerseits ist die Rede davon, europäische Länder, die wichtige Partner in Politik und Außenhandel sind, zur Not einfach pleite gehen zu lassen. Andererseits wollen jetzt alle Regierungen mit Sparprogrammen auf Nummer sicher gehen. Obwohl die zumindest bei uns und in anderen Ländern mit einigermaßen intakten Staatsfinanzen derzeit viel mehr schaden als nutzen«, sagte Horn gestern bei der Vorstellung des IMK-Jahresausblicks 2011 in Berlin. Er warnte vor Maßnahmen wie der Aufspaltung der Eurozone sowie dem Ausschluss oder Ausstieg von Mitgliedsländern.

Europäischer Währungsfonds statt IWF

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