Stinker und Stinktiere

Nun hat auch Osnabrück eine Umweltzone. Ausgerechnet der Umweltminister gilt als Kritiker

  • Von Hagen Jung
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Seit Wochenanfang gelten in Osnabrück, der drittgrößten Stadt Niedersachsens, verschärfte Umweltstandards für Autos. Dem Landesumweltminister jedoch dürfte das nicht gefallen. Der hatte sich schon über den Beschluss zur Umweltzone in der Landeshauptstadt Hannover mokiert.

Nur mit grüner oder gelber Umweltplakette als Ausweis umweltfreundlicher Technik dürfen Autos seit dem 3. Januar die Stadtgrenzen zu Osnabrück passieren. Niedersachsens drittgrößte Stadt will damit die Umweltbelastung reduzieren. »Wir wollen die alten Stinker raushaben«, bekräftigte Osnabrücks Stadtsprecher Sven Jürgensen im ND-Gespräch. Osnabrück ist nach Hannover die zweite Stadt in Niedersachsen, die sich zu der Plaketten-Maßnahme entschlossen hat. Das Ja zur Plakette hatte der Rat der Stadt Osnabrück mit Mehrheit beschlossen.

Ausnahmen gefordert

Als Kritiker der Plaketten-Anordnungen gilt Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP). Seinen Unmut hatte der Plaketten-Beschluss der Stadt Hannover erregt, die neben Berlin als Vorreiter in Sachen Umweltplakette gilt. Der Rat der Landeshauptstadt hatte im Interesse gesunder Luft festgelegt: Ab 2010 dürfen nach Hannover nur Autos hinein, die eine grüne Plakette haben. Zwar ha...


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