Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Union, FDP und SPD konnten 2010 zahlreiche Großspenden aus Industrie und Finanzwelt verbuchen

  • Von Fabian Lambeck
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Das Online-Portal Abgeordnetenwatch hat die Zahlen des Bundestages zu Parteispenden ausgewertet. Demnach konnten sich Union, SPD und FDP im vergangenen Jahr über üppige Spenden aus Industrie und Finanzwelt freuen. Selbst die Grünen erhielten eine Spende der Allianz. Nur die LINKE wurde nicht bedacht. Sie erhielt dafür Geld von einem Rentner aus Niedersachsen.

»Pflege der Bonner Landschaft«, so nannte Flick-Chef Eberhard von Brauchitsch die Parteispenden seines Konzerns. Im Zuge der Spendenaffäre von 1981 – der sogenannten »Flick-Affäre« – kam ans Licht, dass Manager des ehemaligen Nazi-Finanziers Friedrich-Karl Flick mehr als 25 Millionen Mark an CDU, FDP und SPD gespendet hatten. Offenbar hat sich seitdem nicht allzu viel geändert. Nach wie vor sind die drei Parteien auf Spenden aus der Wirtschaft angewiesen, wie die nun vom Online-Portal Abgeordnetenwatch veröffentlichten Zahlen des Jahres 2010 belegen. Dabei berücksichtigte man nur »veröffentlichungspflichtige Großspenden« von über 50 000 Euro. Diese müssen dem Bundestagspräsidenten sofort gemeldet werden. Kleinere Spenden tauchen teilweise erst zwei Jahre später in den Rechenschaftsberichten der Parteien auf.

Am großzügigsten bedachten die Großspender im vergangenen Jahr die CDU. Im Konrad-Adenauer-Haus konnte man sich über ...


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